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Müllproblem

Wenn jede Frau in ihrem Leben zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden verbraucht und pro Jahr um die 45 Milliarden Produkte weltweit benutzt werden, dann kann man sich den dadurch verursachten Müllberg vorstellen!

Tampons und Binden gelten nebenbei auch als das häufigste Abfallprodukt an Stränden… Nachhaltige Produkte sind übrigens ganz oder teilweise biologisch abbaubar, da sie entweder zu 100% aus Biobaumwolle bestehen oder wieder verwendbar sind.
Die erdbeerwoche will biologisch abbaubare Tampons und Binden!

Deine Regel soll kein Müllproblem mehr sein? Dann leg dir am besten eine Menstruationskappe  - auch Menstruationstasse genannt - zu. Diese ist bis zu 10 Jahre wieder verwendbar und ersetzt dadurch bis zu 2.000 Tampons! Gleichzeitig sparst du dir dadurch jede Menge Geld. Eine Menstruationskappe kostet zwischen €15,00 und €30,00 - diese Investition rechnet sich nach nur wenigen Monaten!

Wusstest du?

In Deutschland produzieren alle Frauen zwischen ihrem 15. und 45. Lebensjahr laut der Firma Lunapads zusammen mehr als 20.000 Tonnen Abfall mit Wegwerfhygieneartikeln. 20.000 Tonnen entsprechen 20 Mio. kg Müll. Von der Menge her – und das sind nur die Hygieneartikel – ist das eine Menge von 170.000 gefüllten Badewannen. Aufgetürmt ist das 702mal Höhe des Kölner Doms! Hier findest du weitere Daten und Fakten zum Thema Nachhaltige Frauenhygiene.


Hier geht´s zu den nachhaltigen Produkten

Gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe

Bei den Inhaltsstoffen von konventionellen Produkten findet frau bei näherer Betrachtung so einiges, was sie dort lieber nicht vorfinden würde: von Kunststoffen angefangen über genmanipulierte und mit Chlor gebleichte Baumwolle bis hin zu bedenklichen Chemikalien und Weichmachern.

Dioxin, Formaldehyd oder andere Chemikalien - nicht nur die erdbeerwoche macht sich über dieses Problem Gedanken. Auch unabhängige Prüfinstitute untersuchen Monatshygiene in regelmäßigen Abständen. "Öko-Test" hat bei einem Test verschiedener Tamponmarken herausgefunden, dass von insgesamt 16 Marken 14 mit allergieauslösenden halogenorganischen Verbindungen versetzt sind, die als Rückstände des Bleichprozesses gelten.
Bei Bleichprozessen mit Chlor wird zudem das als „Ultragift“ bezeichnete Dioxin freigesetzt. Dieser chemische Stoff kann übrigens in Verbindung mit Krebserkrankungen oder Unfruchtbarkeit gebracht werden. Und Dioxin ist nicht die einzige Chemikalie, die in Tampons und Binden bereits gefunden wurde.
Formaldehyd wurde in Binden und in der Plastikverpackung von Tampons gefunden, Phthalate – also Weichmacher – laut den Ergebnissen des deutschen „Test-Magazins“ aus dem Jahr 2011 in der Klebefolie von Slipeinlagen, ganz zu Schweigen von synthetischen Farb- und Duftstoffen.

Erst kürzlich - im Herbst 2015 - fand ein Forscherteam der argentinischen Universität La Plata heraus, dass 85% der konventionellen Tampons und Binden in Argentinien mit Glyphosat, einem Bestandteil vieler Breitbandherbizide, die in der konventionellen Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden, belastet sind. Nähere Infos dazu findest du hier.

Auch ein im November 2013 publizierter Report der Organisation Women´s Voices For The Earth warnt vor gefährlichen Inhaltsstoffen in Tampons, Binden und Slipeinlagen:

  • Chemikalien wie Dioxin- und Furanrückstände, die aus dem Bleichprozess mit Chlor stammen können und als krebserregend gelten
  • Pestizidrückstände im Falle von Baumwollbestandteilen, die nicht aus biologischem Anbau stammen
  • Unbekannte Duftstoffchemikalien, die Störungen im Hormonsystem oder allergische Hautausschläge auslösen können
  • Kleber-Chemikalien wie z.B. Methyldibromoglutaronitril, einem Konservierungsstoff, vor dessen Einsatz in Kosmetika Greenpeace bereits 2008 warnte und Entzündungen sowie Allergien der Haut auslösen kann.


Warum das besonders problematisch für die Haut im Intimbereich ist, kannst du hier nachlesen.

Fehlende gesetzliche Kennzeichnungspflicht – die erdbeerwoche klärt auf

Dass das aus gesundheitsrechtlicher Sicht überhaupt möglich ist, hat u.a. folgenden Grund: Tampons und Binden unterliegen denselben gesetzlichen Grenzwerten wie Taschentücher oder ähnliche Hygieneprodukte – ohne Rücksichtnahme darauf, dass sich Tampons und Binden über einen längeren Zeitraum in oder direkt an unserem Körper befinden.

In den USA unterliegen Tampons der Food & Drug Administration (FDA) und werden als medizinische Produkte eingestuft. In Europa werden Tampons als „Gebrauchsgegenstände“ eingestuft, unterliegen der so genannten Produktsicherheitsrichtlinie sowie einem freiwilligen Verhaltenskodex der Industrie und der jeweiligen länderspezifischen Gesetzgebung. Egal ob in Europa oder in den USA – derzeit gibt es keine Kennzeichnungspflicht für die Inhaltsstoffe in Tampons, Binden und Slipeinlagen.

Dass Frauen über Material, Herstellung sowie Inhaltsstoffe von Frauenhygieneprodukten kaum Bescheid wissen, zeigt auch eine Umfrage der erdbeerwoche aus dem Jahr 2011: Knapp 80% der Frauen haben sich noch nie Gedanken über die Inhaltstoffe in Tampons bzw. Binden gemacht. Derzeit führt kein Hersteller konventioneller Tampons ein Gütesiegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung oder kennzeichnet Informationen zum Bleichprozess.

Die erdbeerwoche will Tampons und Binden ohne Dioxin oder andere Chemikalien!

Hier geht's zu den nachhaltigen Produkten wie Biotampons, Biobinden oder Menstruationskappen... 

 

 

Quelle u.a.:

Regelbeschwerden?

Regelschmerzen oder andere Beschwerden in Zusammenhang mit der Regel gehören für zahlreiche Frauen zum Alltag. Jede 10. Frau im gebärfähigen Alter leidet einmal im Monat unter Regelschmerzen. Die monatlichen Beschwerden können sogar bis zu 150 unterschiedliche Symptome annehmen.

Warum sich aber die meisten Frauen mit ihren Schmerzen dennoch alleine fühlen, hat einen Grund: Die Regel und natürlich alle damit verbundenen Dinge, wie Tampons und Binden, prämenstruelles Syndrom (PMS) und Regelschmerzen gehören zu einem der letzten Tabus unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund finden sich die meisten Frauen mit dem allmonatlich auftretenden „Übel“ ab und sprechen nicht darüber. Deswegen wissen viele aber auch nicht, was man gegen Regelschmerzen tun kann.

Facts: Kennst du die Ursache für Regelschmerzen?
Die Ursache für Regelschmerzen bzw. Menstruationsbeschwerden sind Muskelkontraktionen der Gebärmutter, die in Wellen auftreten (ähnlich Geburtswehen). Ausgelöst werden sie durch die Freisetzung körpereigener Prostaglandine. Durch die Kontraktion wird die Blutzirkulation innerhalb der Gebärmutter abgeschnitten. Der damit verbundene Sauerstoffmangel verursacht die Schmerzen.

Mit folgenden Beschwerden haben die meisten Frauen vor oder während ihrer Regel zu kämpfen:

  • Bauchschmerzen/Bauchkrämpfe
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Übelkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Rückenschmerzen
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Wasser in den Beinen
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Gefühlsschwankungen

Schreib uns, was deine häufigsten Beschwerden sind unter info(at)erdbeerwoche.com.

Interview mit Dr. Eva Lehner-Rothe zum Thema Regelschmerzen:

 


Das hilft gegen Regelschmerzen:

- Wärme: Ob in Form der guten alten Wärmeflasche oder selbstklebender Wärmeauflagen, die in erster Linie bei Muskelschmerzen verwendet werden – etwas Wärmendes am Bauch tut fast immer gut. Wenn die Schmerzen dadurch auch meist nicht zur Gänze verschwinden, so kann die Wärme durch die entspannende Wirkung zumindest Linderung verschaffen.

- Tee: Abwarten und Tee trinken hat sich in vielerlei Hinsicht bewährt. Auch bei Regelbeschwerden ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form eines wärmenden Tees (mit Ingwer, Eisenkraut, Schafgarbe oder Frauenmantelkraut) wohltuend. Z.B. der Frauen Balance Yogi Tee

- Bewegung: Bei Regelbeschwerden (insbesondere Bauchkrämpfen) möchte frau sich am liebsten unter einer Decke verkriechen. Oft hilft aber genau das Gegenteil: leichter Sport wie Spazieren gehen, laufen oder Yoga.

- Mönchspfeffer: Auch Mönchspfeffer (Agnus castus) wird bereits seit der Antike zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein rein pflanzliches Präparat (wird von unterschiedlichen Herstellern angeboten), das über mehrere Wochen durchgehend eingenommen wird und hilft, den Zyklus zu regulieren und damit auftretende Beschwerden zu lindern.

- Homöopathie: Homöopathische Mittel gegen Regelbeschwerden gibt es viele am Markt, die Wirkung ist jedoch von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Da Homöopathie keine schädlichen Inhaltsstoffe enthält, kann frau es getrost mal ausprobieren, ob’s hilft.

- TCM/Akupunktur: Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) setzt auf die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und sieht somit auch Regelschmerzen nicht losgelöst von anderen Beschwerden. Die Therapiemethoden sind Akupunktur und Kräutertees. Leider ist die Therapie relativ teuer und wird von der Krankenkasse im Normalfall nicht rückerstattet, obwohl damit gute Erfolge erzielt werden.

- Hormone:
Pille und Co schaffen für viele Frauen Erleichterung. Durch künstliche Hormone wird die Gebärmutterschleimhaut weniger hoch aufgebaut und besser abgebaut, sodass weniger Blut und Schleim nach außen befördert werden muss. Frau darf aber dabei nicht vergessen, dass sie sich damit kontinuierlich künstliche Hormone zuführt und dem Körper permanent eine Schwangerschaft vortäuscht. Insofern wohl auch keine Dauerlösung. Darüber hinaus solltest du, wenn dir nur die Pille Abhilfe bei Schmerzen schafft, dich auf Endometriose testen lassen.

- Tabletten: Sollten eigentlich immer die letzte Konsequenz sein, da die regelmäßige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten von ÄrztInnen grundsätzlich nicht empfohlen wird. Wenn es gar nicht anders geht, helfen gegen akute Schmerzen Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen (schmerzstillend). Achtung: Frauenärzte raten vor der Einnahme von Aspirin bei Regelschmerzen ab, da der Wirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnend wirkt und so die Regelblutung noch verstärken kann. Generell gilt bei Schmerzmitteln: Unbedingt die Gebrauchsanweisung auf Inhaltsstoffe und Nebenwirkungen überprüfen!

- Tapes: Noch ein Insidertipp ist das sogenannte Kinesio-Taping bei Regelschmerzen. Dabei wird ein spezielles (in der Apotheke erhältliches) Tape auf den Bauch aufgeklebt und dann für mehrere Stunden dort belassen. Die genaue Position des Tapes ist sehr wichtig, weshalb das erste Anbringen von einer in Kinesio-Taping erfahrenen Person (z.B. Physiotherapeut) erfolgen sollte.

- Bio-Tampons und -Binden bzw. Menstruationskappen: Auch wenn es noch keine umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gibt, haben einzelne Studien Regelschmerzen mit der Verwendung konventioneller Tampons und Binden in Zusammenhang gebracht. Durch die Verwendung genmanipulierter und mit Pestiziden versetzter Baumwolle sowie durch die Zugabe von Bleichmitteln und Weichmachern bergen konventionelle Tampons und Binden ein gesundheitliches Risiko und können unter Umständen auch für Regelschmerzen mitverantwortlich sein. Die Alternative heißt: Tampons und Binden aus 100% Biobaumwolle oder auch Menstruationskappen bzw. Menstruationstassen. Wir erhalten immer wieder Nachrichten von Frauen, deren Regelschmerzen sich nach dem Umstieg auf z.B. eine Menstruationskappe gebessert haben. Probier's doch mal aus! Hier geht’s zu unseren nachhaltigen Produkten.

Weitere Infos findest du auch im Blog der erdbeerwoche.

Du hast noch weitere Tipps gegen Regelbeschwerden? Schreib uns unter info(at)erdbeerwoche.com, wir veröffentlichen deinen Beitrag gerne!

Übrigens: Laut der Plattform „Unnützes Wissen“ menstruiert eine Frau mit einer Frequenz von ca. 413 Nanohertz.

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