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Regelbeschwerden?

Regelschmerzen oder andere Beschwerden in Zusammenhang mit der Regel gehören für zahlreiche Frauen zum Alltag. Jede 10. Frau im gebärfähigen Alter leidet einmal im Monat unter Regelschmerzen. Die monatlichen Beschwerden können sogar bis zu 150 unterschiedliche Symptome annehmen.

Warum sich aber die meisten Frauen mit ihren Schmerzen dennoch alleine fühlen, hat einen Grund: Die Regel und natürlich alle damit verbundenen Dinge, wie Tampons und Binden, prämenstruelles Syndrom (PMS) und Regelschmerzen gehören zu einem der letzten Tabus unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund finden sich die meisten Frauen mit dem allmonatlich auftretenden „Übel“ ab und sprechen nicht darüber. Deswegen wissen viele aber auch nicht, was man gegen Regelschmerzen tun kann.

Facts: Kennst du die Ursache für Regelschmerzen?
Die Ursache für Regelschmerzen bzw. Menstruationsbeschwerden sind Muskelkontraktionen der Gebärmutter, die in Wellen auftreten (ähnlich Geburtswehen). Ausgelöst werden sie durch die Freisetzung körpereigener Prostaglandine. Durch die Kontraktion wird die Blutzirkulation innerhalb der Gebärmutter abgeschnitten. Der damit verbundene Sauerstoffmangel verursacht die Schmerzen.

Mit folgenden Beschwerden haben die meisten Frauen vor oder während ihrer Regel zu kämpfen:

  • Bauchschmerzen/Bauchkrämpfe
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Übelkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Rückenschmerzen
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Wasser in den Beinen
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Gefühlsschwankungen

Schreib uns, was deine häufigsten Beschwerden sind unter info(at)erdbeerwoche.com.

Interview mit Dr. Eva Lehner-Rothe zum Thema Regelschmerzen:

 


Das hilft gegen Regelschmerzen:

- Wärme: Ob in Form der guten alten Wärmeflasche oder selbstklebender Wärmeauflagen, die in erster Linie bei Muskelschmerzen verwendet werden – etwas Wärmendes am Bauch tut fast immer gut. Wenn die Schmerzen dadurch auch meist nicht zur Gänze verschwinden, so kann die Wärme durch die entspannende Wirkung zumindest Linderung verschaffen.

- Tee: Abwarten und Tee trinken hat sich in vielerlei Hinsicht bewährt. Auch bei Regelbeschwerden ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form eines wärmenden Tees (mit Ingwer, Eisenkraut, Schafgarbe oder Frauenmantelkraut) wohltuend. Z.B. der Frauen Balance Yogi Tee

- Bewegung: Bei Regelbeschwerden (insbesondere Bauchkrämpfen) möchte frau sich am liebsten unter einer Decke verkriechen. Oft hilft aber genau das Gegenteil: leichter Sport wie Spazieren gehen, laufen oder Yoga.

- Mönchspfeffer: Auch Mönchspfeffer (Agnus castus) wird bereits seit der Antike zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein rein pflanzliches Präparat (wird von unterschiedlichen Herstellern angeboten), das über mehrere Wochen durchgehend eingenommen wird und hilft, den Zyklus zu regulieren und damit auftretende Beschwerden zu lindern.

- Homöopathie: Homöopathische Mittel gegen Regelbeschwerden gibt es viele am Markt, die Wirkung ist jedoch von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Da Homöopathie keine schädlichen Inhaltsstoffe enthält, kann frau es getrost mal ausprobieren, ob’s hilft.

- TCM/Akupunktur: Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) setzt auf die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und sieht somit auch Regelschmerzen nicht losgelöst von anderen Beschwerden. Die Therapiemethoden sind Akupunktur und Kräutertees. Leider ist die Therapie relativ teuer und wird von der Krankenkasse im Normalfall nicht rückerstattet, obwohl damit gute Erfolge erzielt werden.

- Hormone:
Pille und Co schaffen für viele Frauen Erleichterung. Durch künstliche Hormone wird die Gebärmutterschleimhaut weniger hoch aufgebaut und besser abgebaut, sodass weniger Blut und Schleim nach außen befördert werden muss. Frau darf aber dabei nicht vergessen, dass sie sich damit kontinuierlich künstliche Hormone zuführt und dem Körper permanent eine Schwangerschaft vortäuscht. Insofern wohl auch keine Dauerlösung. Darüber hinaus solltest du, wenn dir nur die Pille Abhilfe bei Schmerzen schafft, dich auf Endometriose testen lassen.

- Tabletten: Sollten eigentlich immer die letzte Konsequenz sein, da die regelmäßige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten von ÄrztInnen grundsätzlich nicht empfohlen wird. Wenn es gar nicht anders geht, helfen gegen akute Schmerzen Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen (schmerzstillend). Achtung: Frauenärzte raten vor der Einnahme von Aspirin bei Regelschmerzen ab, da der Wirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnend wirkt und so die Regelblutung noch verstärken kann. Generell gilt bei Schmerzmitteln: Unbedingt die Gebrauchsanweisung auf Inhaltsstoffe und Nebenwirkungen überprüfen!

- Tapes: Noch ein Insidertipp ist das sogenannte Kinesio-Taping bei Regelschmerzen. Dabei wird ein spezielles (in der Apotheke erhältliches) Tape auf den Bauch aufgeklebt und dann für mehrere Stunden dort belassen. Die genaue Position des Tapes ist sehr wichtig, weshalb das erste Anbringen von einer in Kinesio-Taping erfahrenen Person (z.B. Physiotherapeut) erfolgen sollte.

- Bio-Tampons und -Binden bzw. Menstruationskappen: Auch wenn es noch keine umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gibt, haben einzelne Studien Regelschmerzen mit der Verwendung konventioneller Tampons und Binden in Zusammenhang gebracht. Durch die Verwendung genmanipulierter und mit Pestiziden versetzter Baumwolle sowie durch die Zugabe von Bleichmitteln und Weichmachern bergen konventionelle Tampons und Binden ein gesundheitliches Risiko und können unter Umständen auch für Regelschmerzen mitverantwortlich sein. Die Alternative heißt: Tampons und Binden aus 100% Biobaumwolle oder auch Menstruationskappen bzw. Menstruationstassen. Wir erhalten immer wieder Nachrichten von Frauen, deren Regelschmerzen sich nach dem Umstieg auf z.B. eine Menstruationskappe gebessert haben. Probier's doch mal aus! Hier geht’s zu unseren nachhaltigen Produkten.

Weitere Infos findest du auch im Blog der erdbeerwoche.

Du hast noch weitere Tipps gegen Regelbeschwerden? Schreib uns unter info(at)erdbeerwoche.com, wir veröffentlichen deinen Beitrag gerne!

Übrigens: Laut der Plattform „Unnützes Wissen“ menstruiert eine Frau mit einer Frequenz von ca. 413 Nanohertz.

Wusstest du, dass…

  • …eine Frau im Schnitt rund 500 Mal in ihrem Leben menstruiert?
  • …damit 3000 Tage in ihrem Leben verbringt?
  • …eine Frau im Durchschnitt in ihrem Leben zw. 10.000 und 17.000 Binden bzw. Tampons verbraucht?
  • …jährlich rund 45 Milliarden Tampons bzw. Binden weltweit verbraucht werden?
  • …und der Großteil dieser im Müll landet, wo er aufgrund der Plastikbestandteile über 500 Jahre braucht, um zu verrotten?
  • Tampons und Binden mitunter einen Großteil des Mülls an Stränden ausmachen?
  • …weltweit wesentlich mehr Binden als Tampons verwendet werden (der Marktanteil von Binden beträgt rund 70%)?
  • …in westlichen Ländern mehr Tampons als Binden gebraucht werden?
  • …der erste dokumentierte Fall des Toxischen Schocksyndroms (TSS) erstmals Ende der 1970er Jahre in den USA auftauchte?
  • die erste Wegwerfbinde aus dem Jahr 1946 stammt und in den USA entwickelt wurde?
  • …die Menstruationskappe zur gleichen Zeit wie Tampons entwickelt wurde?
  • …konventionelle Produkte Hautreizungen verursachen können?
  • die Regel auch mit Bildung zu tun hat?
  • …Frauen ohne den Zugang zu Frauenhygieneprodukten pro Jahr 50 Tage in der Schule oder Arbeit verlieren und damit bis zu 5 Jahre weniger Schulbildung haben?
  • ...der Berufsverband der Frauenärzte in München rät, in der Nacht von Tampons auf Binden umzusteigen, sich vor dem Einführen immer die Hände zu waschen und jeweils die kleinste Tampon-Größe zu verwenden?

Das letzte Tabu

Wir leben in einer aufgeklärten Welt, in der es kaum mehr Tabus gibt. Sex, Drogen, geklonte Menschen, second life? Fade Alltagsthemen, nach denen kein Hahn mehr kräht. Aber wer redet eigentlich über diese Sache, die den meisten Frauen einmal im Monat „passiert“? Über eine seit Menschen Angedenken existierende Sache, die sogar schon im Alten Testament Erwähnung fand und die eine der Ursachen dafür ist, dass die Menschheit überhaupt existiert?

Viele Namen um das Eindeutige zu verschleiern

Nennen wir es beim Namen. Aber wie eigentlich? Es gibt so viele davon, alle klingen irgendwie komisch: Periode, Regel, Tage, Menstruation… Bei unserer Recherche nach den unzähligen Synonymen zur Monatsblutung sind wir auch auf „Erdbeerwoche“ gestoßen. 

Warum erdbeerwoche?

Erdbeerwoche? Geht es da um Erdbeeren? Nein. Bei der erdbeerwoche geht es um das Thema Nachhaltige Frauenhygiene und Menstruation. Und weil man ein Unternehmen nun einmal nicht „Menstruation“ oder „blutende Vagina“ nennen kann, haben wir uns für einen Begriff entschieden, der diesem weltumspannenden Tabuthema eine positive Konnotation verleiht. Wir nennen Begriffe, die mit der Menstruation und Frauengesundheit zusammenhängen aber sehr wohl beim Namen und es gibt kaum ein Unternehmen, das Themen wie Scheidenpilz, Menstruationsbeschwerden in den letzten Jahren in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt hat. Der Firmenname „erdbeerwoche“ ist dabei ein Türöffner, den 90% unserer GesprächspartnerInnen auch nicht mehr vergessen.

Wir haben es in den letzten Jahren unserer Arbeit geschafft, dass auch konservative Medien über Menstruation berichtet haben (vor einigen Jahren noch undenkbar). Unsere Erfahrung: Wer offen mit Tabuthemen umgeht, bekommt auch positives Feedback zurück. Was uns dabei täglich antreibt: 90% unserer Kundinnen haben in einer Umfrage angegeben, dass sie nach dem Umstieg auf die Produkte der erdbeerwoche eine positivere Einstellung zu ihrem eigenen Körper hatten. Genau das möchten wir erreichen. Keine Frau soll sich dafür schämen müssen, dass sie einmal im Monat ihre Regel hat. Es betrifft 50% der Weltbevölkerung und wir bluten zusammengerechnet 6-7 Jahre durchgehend. 

Unschuldige Erdbeere? Wer schon einmal eine Erdbeere in der Mitte zerteilt hat und dazu Stephanie Sarley, die sich unter dem Begriff #FoodPorn einen Namen gemacht hat, gegoogelt hat, wird erkennen, dass auch eine Erdbeere nicht ganz unschuldig ist. Und um genau das geht es uns: Hinschauen, hinterfragen und drüber reden.

 

Think Positiv!

Genau das will die „erdbeerwoche“ erreichen. Kein Mensch soll die Menstruation als ein lästiges, unvermeidbares, allmonatlich auftretendes Übel sehen. Schließlich verleiht sie allen Menstruierenden mit den zahlreichen Produkten, die wir jeden Monat für unsere Periode einkaufen viel Macht und ein enormes konsumtechnisches Potential.

Eine menstruierende Frau verbraucht im Durchschnitt im Laufe ihres Lebens zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden. Aber wie viele Frauen haben sich schon ernsthaft Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen die Verwendung dieser Produkte haben – sowohl auf ihren Körper als auch auf die Umwelt? Diesem Thema wollen wir uns mit der erdbeerwoche widmen: Es wird Zeit für eine neue Generation der Frauenhygiene.

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