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Kriterien und Zertifikate

Was können Frauen tun?
Die erdbeerwoche will Frauenhygieneprodukte aus nachhaltigen Rohstoffen und mehr Transparenz bei der Produktkennzeichnung.

Das können Frauen tun:

  • Wirf deine Hygieneartikel nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll. Biologisch abbaubare Tampons und Binden kannst du sogar im Biomüll entsorgen!
  • Fordere mehr Transparenz bei der Kennzeichnung von Hygieneprodukten ein (z.B. in dem du im Drogeriemarkt aktiv danach fragst).
  • Informiere dich über nachhaltige Alternativen, wie z.B. Biotampons, waschbare Binden oder Menstruationskappen. Bereits eine Menstruationskappe ersetzt rund 180 konventionelle Produkte, die eine Frau durchschnittlich im Jahr benötigt. Allein wenn 500 Frauen eine Menstruationskappe benutzen, werden so rund 90.000 konventionelle Produkte ersetzt, die ansonsten im Müll landen würden.
  • Wenn du auf Tampons nicht verzichten willst: Wähle immer die kleinste notwendige Größe der Tampons und achte darauf, dass das Tampon max. 5-6 Stunden in deinem Körper bleibt. In der Nacht solltest du jedenfalls auf Binden oder eine Menstruationskappe umsteigen.
  • Achte auf ein Gütesiegel, das biologische Baumwolle (GOTS) oder nachhaltige Waldbewirtschaftung bescheinigt. (Achtung: Teilweise gibt es Kennzeichnungen, die jedoch nur die Verpackung des jeweiligen Produkts betreffen!)
  • Achte auf die Kennzeichnung „mit Sauerstoff“ gebleicht sowie „ohne Parfüm oder Duftstoffe“
  • Achtung vor Täuschungen: „with cotton extract“ bedeutet übersetzt, dass das Produkt eben NICHT aus Baumwolle, sondern höchstwahrscheinlich aus einem Zellulose-Kunststoff-Gemisch besteht und bestenfalls mit Baumwollfasern versehen wurde. „Silky touch“ ist ein netter Euphemismus für die Kunststoffummantelung eines Tampons und hat rein gar nichts mit Seide zu tun.

Müllproblem

Wenn jede Frau in ihrem Leben zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden verbraucht und pro Jahr um die 45 Milliarden Produkte weltweit benutzt werden, dann kann man sich den dadurch verursachten Müllberg vorstellen!

Tampons und Binden gelten nebenbei auch als das häufigste Abfallprodukt an Stränden… Nachhaltige Produkte sind übrigens ganz oder teilweise biologisch abbaubar, da sie entweder zu 100% aus Biobaumwolle bestehen oder wieder verwendbar sind.
Die erdbeerwoche will biologisch abbaubare Tampons und Binden!

Deine Regel soll kein Müllproblem mehr sein? Dann leg dir am besten eine Menstruationskappe  - auch Menstruationstasse genannt - zu. Diese ist bis zu 10 Jahre wieder verwendbar und ersetzt dadurch bis zu 2.000 Tampons! Gleichzeitig sparst du dir dadurch jede Menge Geld. Eine Menstruationskappe kostet zwischen €15,00 und €30,00 - diese Investition rechnet sich nach nur wenigen Monaten!

Wusstest du?

In Deutschland produzieren alle Frauen zwischen ihrem 15. und 45. Lebensjahr laut der Firma Lunapads zusammen mehr als 20.000 Tonnen Abfall mit Wegwerfhygieneartikeln. 20.000 Tonnen entsprechen 20 Mio. kg Müll. Von der Menge her – und das sind nur die Hygieneartikel – ist das eine Menge von 170.000 gefüllten Badewannen. Aufgetürmt ist das 702mal Höhe des Kölner Doms! Hier findest du weitere Daten und Fakten zum Thema Nachhaltige Frauenhygiene.


Hier geht´s zu den nachhaltigen Produkten

Hautreizungen

Viele konventionelle Tampons und Binden sind nicht nur für die Umwelt ein Problem, sondern auch für unseren Körper.

Gerade für Frauen mit empfindlicher Haut sind nachhaltige Produkte von Vorteil. FrauenärztInnen, mit denen wir gesprochen haben, stellen immer wieder Hautreizungen im Intimbereich fest, die durch Kunststofffasern in Tampons, Binden oder Slipeinlagen verursacht werden können.
Natürlich stehen Komfort und Qualität auf höchster Stufe der Anforderungen bei Menstruationsprodukten. Doch gerade dieser Komfort wird oftmals eingeschränkt, weil Plastikbestandteile in z.B. Binden das Schwitzen im Intimbereich eher begünstigen als dass sie dieses verhindern. 

Bei nachhaltigen Produkten stehen natürliche Inhaltsstoffe ganz oben auf der Liste. Das bedeutet Tampons oder Binden aus 100% biologischer Baumwolle, ohne synthetische Stoffe oder Duftstoffe, ohne Chemikalien oder sonstige Zusätze.

 

Das Problem: Die Haut im Intimbereich gilt als besonders empfänglich für Schadstoffe. Inhaltsstoffe, wie Duftstoffe oder Chemikalien sind vor allem deshalb bedenklich, weil die Haut im Intimbereich besonders empfänglich für Substanzen ist, die sich für mehrere Stunden am oder im Körper befinden. Durch die vielen Blutgefäße und Lymphgefäße gelangen Giftstoffe direkt in den Blutkreislauf. Dies bestätigt auch Dr. Christian Matthai, Gynäkologe und mehrfacher Buchautor: „Die Vagina ist ein stark resorbierendes Organ, das Schadstoffe leicht aufnehmen kann. Aus diesem Grund sind nachhaltige Produkte, z.B. aus 100% Biobaumwolle, eine Alternative für alle Frauen.“

Wusstest du?

Laut dem Oberarzt Dr. Thomas Duscha von der gynäkologischen Abteilung des allgemein öffentlichen Krankenhauses der Elisabethinen in Linz können synthetische und zu enge Unterhosen oder chemisch behandelte Binden die Vaginalflora zerstören und zu Scheideninfektionen und -pilzen führen. Tampons tragen zudem zu einer feucht-warmen Kammer in der Scheide bei, die das Scheidenmilieu beeinträchtigen kann. Mit einer Menstruationskappe trocknest du die Scheide nicht aus und es können auch keine Fasern im Körper zurückbleiben, wie dies bei Tampons der Fall ist.

Die erdbeerwoche will Tampons und Binden ohne Kunststoffe!

Hier geht's zu den nachhaltigen Produkten wie Biotampons, Biobinden oder Menstruationskappen.

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